FUCHS - Compliance-Richtlinie

 

1. Grundverständnis

Bei allen unternehmerischen Aktivitäten verpflichten wir uns zu einer wertorientierten, ethischen und rechtstreuen Unternehmensführung in Verantwortung gegenüber der Gesellschaft, unseren Mitarbeitern, Geschäftspartnern und Gesellschaftern.

Diese Grundsätze und die folgenden Ausführungen gelten für alle Mitarbeiter bei ihren geschäftlichen Handlungen und Entscheidungen.

 

2. Menschenrechte und Diskriminierungsverbot

Neben der Einhaltung der international anerkannten Menschenrechte (UN-Menschenrechtscharta), lehnen wir jede Art von Diskriminierung in Bezug auf Rasse, der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung oder des Alters ab.

Dies verpflichtet jeden Vorgesetzten, innerhalb seines Verantwortungsbereiches die Einhaltung dieser Regeln sicherzustellen und seine Mitarbeiter ausschließlich nach ihrer Leistung zu beurteilen.

 

3. Arbeitsbedingungen, Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und Umweltschutz

FUCHS beachtet das Verbot von Zwangsarbeit und Kinderarbeit und achtet das Recht auf Koalitions- und Versammlungsfreiheit im Rahmen der jeweils geltenden Rechte und Gesetze. Mitarbeiter sind vor physischer, sexueller, psychischer und verbaler Belästigung zu schützen. Ihre Privatsphäre wird geachtet.

Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz werden im Rahmen der nationalen Bestimmungen und betrieblichen Vorschriften gewährleistet und weiterentwickelt.

Die zum Schutz der natürlichen Lebengrundlagen für die heutige und zukünftige Generation erlassenen Gesetze und Bestimmungen sind zu beachten. Näheres bestimmen auch die FUCHS-Grundsätze der Umweltpolitik.

 

4. Korruptions- und Bestechungsverbot

Geschäftsführung und Mitarbeiter des Unternehmens dürfen im Geschäftsverkehr keine Geschenke, Zahlungen, Einladungen oder Dienstleistungen anbieten, versprechen, fordern, gewähren oder annehmen, die mit der Absicht gewährt werden, eine Geschäftsbeziehung in unlauterer Weise zu beeinflussen oder bei denen die Gefahr besteht, die Unabhängigkeit des Geschäftspartners zu gefährden. Dies ist grundsätzlich nicht der Fall bei Geschenken und Einladungen, die sich im Rahmen geschäftsüblicher Gastfreundschaft, Sitte und Höflichkeit bewegen.

Im Umgang mit Geschäftspartnern und staatlichen Institutionen werden die Interessen des Unternehmens und die privaten Interessen von Mitarbeitern auf beiden Seiten strikt voneinander getrennt. Entscheidungen erfolgen frei von sachfremden Erwägungen und persönlichen Interessen. Das jeweils geltende Korruptionsstrafrecht ist einzuhalten.

Bereits der Anschein eines Interessenkonfliktes ist zu vermeiden. So ist es ohne besondere Genehmigung durch die Geschäftsleitung im Einzelfall nicht zulässig, Aufträge an nahestehende Personen (z. B. Ehegatten, Verwandte, Freunde und private Geschäftspartner) zu vergeben. Das gleiche gilt für Aufträge an Unternehmen, in denen nahestehende  Personen arbeiten oder an denen nahestehende Personen beteiligt sind.

Unzulässig sind Nebentätigkeiten für Wettbewerbsunternehmen und Nebentätigkeiten für Geschäftspartner. Ausnahmen können nur von dem zuständigen Geschäftsführer genehmigt werden.

 

5. Wettbewerbsregeln

Geltende Gesetze, die den Wettbewerb schützen und fördern, sind einzuhalten.

Dies betrifft insbesondere Absprachen und andere Aktivitäten, die Preise oder Konditionen im Rahmen des geltenden Kartellrechts unlauter beeinflussen, Verkaufsgebiete oder Kunden rechtswidrig zuteilen oder den freien und offenen Wettbewerb in anderer unzulässiger Weise behindern. Ferner verbieten diese Regelungen unlautere Absprachen zwischen Kunden und Lieferanten, mit denen Kunden in ihrer Freiheit eingeschränkt werden sollen, ihre Preise und sonstigen Konditionen beim Wiederverkauf autonom zu bestimmen (Preis- und Konditionenbestimmung).

 

6. Geschäftsgeheimnisse

Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse anderer sind zu achten und wahren. Vertrauliche Informationen sowie vertrauliche Unterlagen dürfen nicht unbefugt an Dritte weitergegeben oder in sonstiger Weise zugänglich gemacht werden, es sei denn, dass hier eine Befugnis erteilt wurde, es sich um öffentlich zugängliche Informationen handelt oder eine vollziehbare Entscheidung einer Behörde oder eines Gerichts dazu zwingt.

 

7. Umsetzung intern und bei Lieferanten

Diese Compliance Richtlinie ist für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verbindlich. In geeigneter Weise bekannt gemacht (Intranet, Webseite, Schwarzes Brett, Hinweise der Vorgesetzten), ist seitens der jeweiligen Vorgesetzten darauf hinzuwirken, dass sie eingehalten wird.

Den unmittelbaren Lieferanten ist diese Compliance-Richtlinie zu vermitteln und die Einhaltung der Inhalte bei seinen Lieferanten bestmöglich zu fördern mit der Aufforderung, sich ebenfalls compliant zu verhalten.

 

8. Konsequenzen bei Compliance-Verstößen, Ansprechpartner bei Compliance-Fragen

Für Mitarbeiter und Unternehmen können sich aus Compliance-Verstöße ernste Konsequenzen ergeben:

·         Für Mitarbeiter(-innen):     Abmahnung, Kündigung, Schadensersatzansprüche und Strafen
          Für das Unternehmen:     Schadensersatzansprüche, Prozesse, Strafen und Imageverlust

Ansprechpartner für alle Compliance–Fragen ist die Geschäftsführung. Ihr sind Verstöße gegen diese Richtlinie
zu melden. Hinweise auf mögliche Verstöße werden in jedem Fall vertraulich behandelt.